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KOMPLIKATIONEN VERMEIDEN

Dysphagie und Aspiration

Schwere neurologische Erkrankungen können zu einer Dysphagie führen. Dies bedeutet, dass Nahrung und Flüssigkeit beim Schlucken nicht mehr sicher in die Speiseröhre gelangen, sondern in die Luftröhre und Bronchien eindringen, die so genannte Aspiration.
Zur Diagnostik, Beratung und Einleitung einer Therapie führt Oberarzt Dr. Martin Weber hierfür eine privatärztliche Ambulanz.   
  
Aspirationen sind potentiell lebensgefährlich, entweder akut durch Verlegung der Luftwege – es droht Erstickung - oder verzögert mit der Entstehung von schweren Lungenentzündungen. Deshalb klären wir an der Neurolgischen Klinik Gründe für ein eingeschränktes Schlucken ab und trainieren mit unseren Patienten speziell den Schluckvorgang.   
  
 
Dysphagien können entstehen bei   
  
  • Erkrankung und Verletzungen des Hirnstamms  
  • sekundärer Hirnstammschädigung durch Hirndrucksteigerung bei Erkrankungen und  
  • Verletzungen des Großhirns  
  • Schädigung bestimmter für den Schluckvorgang wichtiger Großhirnregionen  
  • Schädigung der die Schluckmuskulatur versorgenden Nerven  
  • Schädigung der am Schluckvorgang beteiligten Muskeln
 
Die häufigsten Ursachen derartiger Schädigungen sind   
  
  • Schädel-Hirn-Trauma  
  • Hirnblutungen und -durchblutungsstörungen  
  • Zustände nach schwerem Sauerstoffmangel des Gehirns  
  • schwere intensivpflichtige Erkrankungen mit Multiorganversagen
 
Zum Schutz gegen eine lebensbedrohliche Aspiration werden Patienten mit einer schweren Dysphagie auf der Intensivstation oder z. B. in der Neurochirurgie mit geblockten Trachealkanülen versorgt. Diese gebogenen Röhrchen werden durch einen Schnitt unterhalb des Kehlkopfes in die Luftröhre gebracht; ein aufblasbarer Ballon an ihrem unteren Ende dichtet die Luftröhre gegen den Rachenraum ab. Hiermit ist jedoch der betroffenen Person die Fähigkeit zu sprechen genommen, da der Luftstrom nicht mehr auf die Stimmlippen im Kehlkopf trifft; auf längere Sicht drohen vielfältige Komplikationen insbesondere durch Infektionen.   
  
Die Therapie der Dysphagie soll daher nicht nur ein sicheres Schlucken und damit eine orale Ernährung ermöglichen, sondern auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Trachealkanüle entfernt, der Luftröhrenschnitt verschlossen werden kann und Sprechen wieder möglich wird.   
  
Der Schluckvorgang besteht aus mehreren verschiedenen Anteilen, die bei einer Dysphagie in unterschiedlichem Ausmaß und unterschiedlicher Kombination gestört sein können. Eine gezielte Therapie erfordert daher vorab eine genaue Abklärung des individuell vorliegenden Störungsbildes. Anamnese und klinische Untersuchungen liefern hier in der Regel schon wichtige Anhaltspunkte; genaue Einblicke kann man sich durch eine endoskopische (FEES) und durch eine radiologische Untersuchung des Schluckvorgangs verschaffen. Es handelt sich um dynamische Untersuchungen, die viel Erfahrung und Übung in der Durchführung und in der Beurteilung erfordern.   
  
In der Klinik für Neurologie der Fachkliniken Wangen werden diese Untersuchungen gemeinsam von Ärzten und Schlucktherapeuten durchgeführt; das therapeutische Vorgehen basiert auf den durch diese Untersuchungen erhaltenen Ergebnisse. Eine Wiederholung der Untersuchung ist in der Regel zur Kontrolle des Verlaufes erforderlich.  
Die Therapie basiert einerseits auf speziellen Techniken zur Stimulation, zur Kontrolle und zur Koordination der am Schluckvorgang beteiligten Abläufe, andererseits auf einem vorsichtigen und schrittweisen Aufbau der oralen Aufnahme von Flüssigkeit und Nahrung unterschiedlicher Konsistenz und Menge.   
  
In der Klinik für Neurologie der Fachkliniken Wangen sind alle für die Beurteilung notwendigen diagnostischen Möglichkeiten gegeben; in der Beurteilung und in der Therapie besteht eine langjährige Erfahrung, sodass bei den meisten der betroffenen Patienten eine Entfernung der Trachealkanüle und eine sichere orale Nahrungsaufnahme erreicht werden.   
  
Bitte vereinbaren Sie einen Termin in unserem Ambulanzsekretariat.   
  
Ambulanzsekretariat  
Irmgard Kohne-Haag 
Telefon +49 (0) 7522 797-1218  
Fax +49 (0) 7522 797-1192  
neurologische-klinik@fachkliniken-wangen.de
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